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Überblick: Biometrische Zeiterfassung

Biometrische Merkmale als eindeutigste Identifikatoren: Biometrische Zeiterfassung arbeitet, indem sie biometrische Merkmale zur Identifikation des Individuums heranzieht.

Das sind Merkmale, die nur lebende Organismen ausbilden, deshalb ist kein anderes Merkmal so eindeutig wie das biometrische Merkmal. Andere Identifikatoren, eine Stempelkarte beispielsweise, sind auf andere Merkmalsträger übertragbar. Die biometrischen Merkmale dagegen gehören zum Organismus des Individuums und können nicht von ihm getrennt werden.

Biometrie in der Zeiterfassung

Für eine biometrische Zeiterfassung werden vor allem drei Verfahren eingesetzt:

  • Der Ausweis durch den Fingerabdruck
  • der Retinascan und
  • die Gesichtserkennung.
Alle drei erlauben eine sehr sichere Zuordnung zum Träger. Beim Retinascan oder Irisscan gibt es allerdings einige Vorbehalte in Deutschland, Zeiterfassung mittels Fingerabdruck oder Gesichtsformerkennung wird dagegen als betriebssicher eingestuft und konnte sich deshalb seit einiger Zeit durchsetzen.


Biometrische Zeiterfassung mit Fingerprint

Lange ist sicher, dass der Fingerabdruck ein unverwechselbares Merkmal des Menschen ist, der erfolgreiche Einsatz in der Kriminalistik ist allgemein bekannt.

In der Zeiterfassung ergibt sich die Schwierigkeit, dass die Verwendung von Druckerschwärze und Papier nicht durchführbar ist. Deshalb wurden in der Neuzeit technische Systeme entwickelt, die den Fingerabdruck optisch scannen. Anfangs ungenau und langsam, wurden diese Systeme durch immer schnellere Mikroprozessoren und bessere Scanner immer leistungsfähiger. Heute beschränken sich simple Systeme, die mit Klebstoff auf dem Finger zu überlisten sind, auf den Privatbereich. Die modernen Scanner, die im Bereich der biometrischen Zeiterfassung eingesetzt werden, erfassen mehrere Merkmale. Die Eingabe kann wirkungsvoll durch weitere Methoden (Druck, Wärmesensoren und mehr) überprüft werden. Mögliche Probleme und Leseschwächen (bei Verletzungen beispielsweise) werden durch Einsatz zusätzlicher Erfassungsarten (Passworteingabe, RFID-Transponder) überwunden.

Die biometrische Zeiterfassung per Fingerprint wird insgesamt heute als sicher und komfortabel eingestuft. Sie erspart aktuell bereits erhebliche Kosten, vor allem in Bereichen, in denen viele Mitarbeitern erfasst werden müssen. Die Erfassung ist lückenlos und die Akzeptanz der Nutzer hoch, Beschränkungen bestehen nur beim Einsatz bei sehr niedrigen Temperaturen.

Biometrische Zeiterfassung mit Gesichterkennung

Die neueste Entwicklung im Bereich der Zeiterfassung ist der Einsatz von Gesichtserkennungsgeräten. Oft wird diese Technik bereits neben Fingerprint-Verfahren und Transpondern eingesetzt und erlaubt so die Einhaltung einer hohen Sicherheitsstufe bei vergleichsweise preiswerter technischer Ausstattung.