Stundenerfassung
Bei der Stundenerfassung handelt es sich um einen Begriff, der
unter Branchenunwissenden für Verwirrung sorgt, denn er gibt nicht klar
die Information wieder, dass dabei die Erfassung von Arbeitsstunden
gemeint ist.
Die Erfassung von Stunden ist dabei nicht nur bei Mitarbeitern sinnvoll,
sondern auch bei Auftragsarbeiten von freien Mitarbeitern oder
Subunternehmen. Dabei macht die Stundenerfassung allerdings nur dann
Sinn, wenn auch eine Abrechnung nach Stunden erfolgt.
Während früher hauptsächlich mittels Stechkarten (auch Lochkarten
genannt) die Stunden der anwesenden Mitarbeiter erfasst wurden, setzt
man heutzutage hauptsächlich auf elektronische Systeme. Das System der
Zeiterfassung bleibt dabei jedoch gleich. Sowohl zu Arbeitsbeginn, als
auch zum Arbeitsende hat man sich An- und Abzumelden.
Eine Besonderheit nehmen dabei die Pausen ein, denn je nach Betrieb und
interne Vereinbarungen werden die Pausen als Arbeitszeit angerechnet
(insbesondere in Schichtbetrieben der Fall), beziehungsweise die Pause
wird zur Arbeitszeit hinzuaddiert.
Da man durch die Stundenerfassung leicht Fehlzeiten (Krankheit,
Fehlstunden) ermitteln kann, ist es ideal, um einen Ist-Zustand der
Mitarbeiterkosten zu erstellen.
Zur Stundenerfassung gibt es übrigens keine Alternative, da es sonst
keine Möglichkeit gibt, die Anwesenheit der Mitarbeiter günstig zu
überwachen. Ein Eingriff in die Privatsphäre ist dabei für Arbeitgeber
selbstverständlich tabu.